Im Rahmen des Drei-Länder-Projektes von GÖD-APS, LCH und VBE wurde ein Leitfaden entwickelt, der den Umgang mit den Social Media erklärt und mögliche Wege für den richtigen Umgang speziell an Schulen aufzeigt.

Der kostenlos zum Download bereitstehende Leitfaden Social Media für Lehrpersonen und Schulleitungen möchte verschiedene Verhaltensweisen im sozialen Netzwerk und hilfreiche Profileinstellungen aufzeigen, Handlungsempfehlungen in Krisenfällen wie „Cyber-Mobbing“ oder „Shitstorms“ geben und auch die Pflichten der Dienstherren und Dienstgeber bzw. Arbeitgeber benennen, um Licht in die juristische Grauzone zu bringen.

 

Auszug aus dem Leitfaden

 

  • Einleitung

    Mit weltweit über eine Milliarde Nutzern im Alter von 13 bis weit über 50 Jahren hat sich Facebook in verschiedenen sozialen Bevölkerungsgruppen auch in den deutschsprachigen Regionen etabliert und ist wie andere öffentlich zugängliche soziale Netzwerke ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Die Nutzung von Facebook liegt vor allem im privaten Bereich, doch werden Facebook und andere Social Media auch aus beruflichen Gründen genutzt. Ein Scheidepunkt, an dem sich auch Lehrpersonen befinden können.

    Wie kann ich mich als Lehrperson auf öffentlich zugänglichen Social Media sicher – und, wenn ich möchte, von Schülern oder Eltern und lokaler Öffentlichkeit unbemerkt – bewegen? Und wie kann ich, wenn erwünscht, den richtigen Umgang mit meinen Schülerinnen und Schülern pflegen? Eine Frage, die sich Lehrpersonen auf Facebook und anderen Social Media vermutlich häufig stellen, egal für welchen Weg sie sich entschieden haben – den privaten oder öffentlichen.

    Lehrpersonen und Schulleitungen an öffentlichen Schulen sind immer auch öffentliche Personen und unterstehen einer erhöhten Sorgfaltspflicht. Sie arbeiten im öffentlichen Auftrag, sie unterrichten zum Teil sensible Themen
    wie Geschichte und Politik oder Geschlechterverhalten. Sie fördern sozial kompetentes Verhalten und handeln immer auch als erwachsene Vorbilder.

    Auf eigenen Webseiten und in den Social Media oder auch Blogs und Foren wird jede noch so «privat» gemeinte Meinung wie in einem Leserbrief öffentlich und damit hoch bedeutsam. Lehrpersonen sind exponiert. Sogenannte «Shitstorms» oder soziale Ächtung und Berufsverlust können im schlimmsten Fall die Folge sein. Auf der anderen Seite werden auch Lehrpersonen zu «öffentlichen» Opfern. Wenn im Schulzimmer eine Lehrperson verächtlich behandelt und beschämt wird, bleibt dies im Rahmen der Klasse. Eine ungeschickte Äußerung kann wohl weiter erzählt oder verändert kolportiert werden. Im zweiten Fall sprechen wir von «Rufmord». Ganz anders und direkter aber sind die Folgen, wenn Schülerinnen oder Schüler kompromittierende Situationen gezielt inszenieren und diese Fotos, Ton- oder Videoaufnahmen aus dem Schulzimmer ins Internet stellen oder versenden. Dieses «Cybermobbing» wird von Betroffenen manchmal länger nicht bemerkt.

  • Inhaltsverzeichnis

    5 Einleitung
    5 Privat vs. Öffentlich – Zwei technische Möglichkeiten der Repräsentation auf Facebook
    5 Freundschaften mit Schülerinnen und Schülern (oder auch Eltern)
    5 Richtlinien der Schule oder des Arbeitgebers
    6 Die wichtigsten Einstellungen bei Facebook
    – Profileinstellung
    – Wer kann meine Inhalte sehen?
    – Was sind Markierungen?
    – Wie sieht mein Profil aus der Sicht von anderen Nutzern aus?
    – Wer kann mich kontaktieren?
    – Wer darf einem Nutzer Freundschaftsanfragen senden?
    – Wie verhindere ich, dass mich jemand belästigt?
    – Wie finden andere mein Profil?
    – Wie lässt sich die Sichtbarkeit von Profilinformationen einschränken?
    – Sind Spuren meiner Aktivität für andere Personen einsehbar?
    8 Gruppen und weitere Ergänzungen zum öffentlichen Profil
    – Welche Plattform für Gruppen?
    – Gruppen auf Facebook
    – Fanseite
    9 Exkurs: Webseiten, Blogs, Twitter, LinedIn, XING oder Google+
    9 Tipps zum Umgang im Internet
    10 Prävention und Krisenbewältigung
    – Präventive Maßnahmen
    – Krisenbewältigung bei einem aktuellen Vorfall gegen Lehrpersonen oder Schulleitungen
    – Was auf keinen Fall getan werden darf
    12 Urheberrecht
    12 Recht und Datenschutz
    – Deutschland
    – Österreich
    – Schweiz
    – Pflichten der Arbeitgeber
    – Disziplinarische oder rechtliche Maßnahmen an den Schulen
    – Anzeigenpflicht, wenn Schülerinnen und Schüler oder andere Lehrpersonen betroffen sind
    18 Hinweise auf Beratungsstellen und Merkblätter
    – Österreich
    – Schweiz
    – Deutschland
    – Europarat
    – Urheberrecht

Der Leitfaden ist ab sofort verfügbar.

Sie interessieren sich für den Leitfaden Social Media für Lehrpersonen und Schulleitungen? Hier können Sie diesen kostenlos downloaden.